Geschichte: Mit der Hängematte auf hoher See

Als Hängematte wird eine schwebende Ruhe- und Schlafgelegenheit aus Netz oder Tuch bezeichnet, die vorwiegend auf Schiffen zur Anwendung kommt. Diese platzsparende Schlafstätte besitzt eine lange Geschichte.

Die Hängematte des Kolumbus

Bereits Kolumbus berichtete im Jahre 1492 auf einer seiner Seefahrten nach Südamerika von einem merkwürdigen Schlafnetz. Die Bezeichnung dafür lautete hamaca, ein Wort aus dem Sprachgebrauch der früheren Antillenbewohner. Der tatsächliche Ursprung der Hängematte ist bei den Indianern Südamerikas zu finden. Allerdings wurde sie von ihnen nur zu Lande genutzt.

Mit der Entdeckung durch Kolumbus trat die Hängematte ihren Zug nach Europa an. Sie erleichterte das Leben der Matrosen erheblich. Mussten diese vorher die Nacht auf Säcken oder Stroh verbringen, konnten sie in der Hängematte bequem und sicher ruhen. Auch die Bewegungen des Schiffes waren in der schwebenden Schlafstätte wesentlich besser zu ertragen.

Nicht nur auf Handelsschiffen, auch in der Kriegsmarine waren die Hängematten nicht mehr wegzudenken. Diese wurden vor jeder Nacht neu befestigt, entweder in einer Reihe oder übereinander.

Die Bedeutung der Hängematten für die heutige Seefahrt

Die schwebenden Schlafstätten haben auch heute nicht ausgedient. Sie gehören nach wie vor auf vielen Schiffen zum Inventar. Auf den Segelschulschiffen nächtigen Offiziersschüler noch immer in diesen schaukelnden Kojen. Richtig gespannt bilden die Hängematten eine effektive und durch sanftes Wiegen angenehme Schlafgelegenheit.

Sie können aber noch viel mehr. Gemäß Empfehlung von Ärzten des Schifffahrtsmedizinischen Instituts der Marine in Kiel gehören Hängematten in jede Bordapotheke. Sie können durch den Ausgleich von Rollbewegungen des Schiffes die Seekrankheit vermeiden.

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